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Geschichte des Kerpener Karnevals

Kerpen ganz jeck

  • Anfänge bis 1945
  • Nach dem 2. Weltkrieg
 
 Von den Anfängen bis 1945

Anhand der für das Kerpener Stadtgebiet überlieferten Quellen ist nicht genau nachzuweisen, seit wann hier Karneval gefeiert wird. Anders als in Köln, Aachen und Düsseldorf, wo Fastnachtsfeiern durch Verbote der jeweiligen Obrigkeit seit dem 14. und 15. Jahrhundert nachgewiesen sind, gibt es für die sie umgebenden Territorien wie das Herzogtum Jülich-Berg oder das Kurfürstentum Köln, in denen die Kerpener Stadtteile lagen, kaum entsprechende Nachweise. Auch für den Bereich der Herrschaft Kerpen fehlen solche Reglementierungen. Seit etwa 1650 beklagten die Landesherren immer wieder, dass sich die Kerpener Bevölkerung in den Wirtshäusern zu sehr dem schädlichen Kartenspiel hingab und dabei den wirtschaftlichen Ruin riskierte. Verderblicher Einfluss von Fastnachtsfeiern wurde jedoch an keiner Stelle genannt. Reichsgraf August von Schaesberg, der um 1780 eine ganze Reihe von Gesetzen in seiner Herrschaft erließ, kümmerte sich dabei auch nicht um Reglementierungen, die in irgendeiner Form Fastnachtsfeiern betrafen. Sein Verbot vom 13. Januar 1787 galt z.B. in erster Linie dem Glücksspiel, darüber hinaus untersagte er den Alkoholausschank in Kerpen.

Über das Kölner Dreigestirn

Der Prinz, der Bauer und die Jungfrau, die zusammen das Kölner Dreigestirn bilden, sind die obersten Repräsentanten des Kölner Karnevals. Das Dreigestirn wird auch als Trifolium bezeichnet.

Über den Karneval

Als Karneval oder 'fünfte Jahreszei't bezeichnet man einen Brauch, nämlich die Zeit der Ausgelassenheit, Fröhlichkeit und überschäumenden Lebensfreude bis zum Aschermittwoch. Regional unterschiedlich gewichtet lassen sich mehrere Gründe für die Entstehung und die spätere Ausprägung nennen. Im deutschsprachigen Raum ist durch die historisch christliche Ausprägung verbreitet von der Zeit vor der Enthaltsamskeit bzw. Fastenzeit die Rede. Seit den Achtziger Jahren soll nach neueren Forschungen eine christianisierte Form der Winteraustreibung zu verwerfen sein. Spätere Einflüsse nahmen insbesondere der Lokalpatriotismus, die Narretei und die Verhöhnung der französischen Besatzung. Ihren Ausdruck findet diese Zeit insbesondere in den Karnevals-Hochburgen der Welt. Zu diesen drei hochdeutschen Begriffen sind im Folgenden die zahlreichen mundartlichen Abwandlungen und weiter unten auch die ebenso zahlreichen verschiedenen Ausprägungen des Brauchtums an sich aufgeführt.

Infos über Kerpen

Kerpen ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt an der Erft etwa 20 Kilometer südwestlich von Köln.

Wappen der Stadt KerpenGeschichte und Ortsteile

 

Kerpen wurde erstmals im Jahre 871 unter den Namen „Kerpinna“ urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt 1941 die Stadtrechte.
Die heutige Stadt Kerpen ist 1975 aus der damaligen Stadt Kerpen und sieben bis dahin eigenständigen Gemeinden im Rahmen einer Gemeindereform durch das Köln-Gesetz von 1974 entstanden. Ihre Stadtteile sind überwiegend noch immer durch große freie Flächen voneinander getrennt und haben sich daher eine gewisse Eigenständigkeit erhalten: